Prognosebericht
Erwartetes gesamtwirtschaftliches Umfeld
Führende Wirtschaftsexperten prognostizieren, dass sich die weltwirtschaftliche Dynamik im 2. Halbjahr 2010 abschwächen wird. Grund dafür ist, dass wichtige wirtschaftspolitische Impulse wie Konjunkturprogramme wegfallen. Auch die von vielen Staaten angekündigte straffere Finanzpolitik dürfte das Wachstum drosseln. Dennoch gehen die Institute weiterhin von einer Steigerung des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,4 (2009: -1,0) Prozent für das Gesamtjahr aus. Für 2011 soll das Wachstum 3,7 Prozent betragen.
Auch in Deutschland soll sich das Wachstumstempo in der zweiten Jahreshälfte 2010 deutlich verlangsamen und die Exporte dürften zurückgehen. Das IfW prognostiziert für das Jahr 2010 ein BIP-Wachstum in Höhe von 2,1 (2009: -4,9) Prozent. 2011 soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent steigen.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Euroraums dürfte im 2. Halbjahr von restriktiven finanzpolitischen Maßnahmen geprägt sein, die die Finanzschulden reduzieren und den Euro stabilisieren sollen. Für 2010 und 2011 wird deshalb nur mit einem moderaten Wachstum in Höhe von 1,3 (2009: -4,2) Prozent gerechnet.
Ähnlich soll nach Expertenmeinung die Entwicklung in den USA sein. Das Wachstum dürfte aber mit 3,0 (2009: -2,4) Prozent im Jahr 2010 und 2,4 Prozent in 2011 etwas stärker als in Europa ausfallen.
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