Absatz, Produktion, Marke
Die SolarWorld nutzte das Wachstum der internationalen Solarmärkte im 1. Halbjahr 2010, um ihr internationales Geschäft nachhaltig auszubauen. In den ersten sechs Monaten des Jahrs steigerten wir unsere konzernweite Absatzmenge (Wafer und Module) um 58 Prozent auf 377 (H1 2009: 239) MW.
Hauptabsatzmarkt war Deutschland, wo wir als etablierter Qualitätsanbieter mit einem hohen Bekanntheitsgrad von der anhaltend hohen Nachfrage profitierten. Wir haben unser Fachpartnernetz ausgebaut und unsere Marketingaktivitäten verstärkt. Dabei haben wir unsere bewährte Push&Pull-Strategie durch simultane Ansprache von Fachpublikum und Endkonsumenten fortgeführt und uns beispielsweise in TV-Spots mit unserem Testimonial Lukas Podolski sowie als Partner der Samstagabendshow „Wetten, dass …?“ präsentiert. Im Berichtszeitraum konnten wir unseren Absatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln.
Auch in den anderen europäischen Märkten haben wir durch verkaufsfördernde Maßnahmen unsere Position untermauert. Wir nutzten den starken Nachfrageboom in Italien, um unsere Produkte sowohl im Dachanlagen- als auch im Projektgeschäft erfolgreich zu platzieren. Die dort in den vergangenen Jahren ausgebauten Distributionskanäle sowie die Errichtung der Solaranlage auf der Audienzhalle im Vatikan kamen uns hier zu Gute; insbesondere unsere etablierten Beziehungen zu Systemintegratoren und zum Fachgroßhandel stellten sich als wichtiger Wettbewerbsvorteil dar. In diesem Markt konnte die SolarWorld ihren Absatz von Modulen und Bausätzen vervielfachen.
Auch unser Geschäft im französischen Markt haben wir weiter ausgebaut. Im April 2010 haben wir unser Verbindungsbüro in Grenoble in die hundertprozentige Tochtergesellschaft SolarWorld France SAS umgewandelt. Neue Konzernstruktur zum 30. Juni 2010 Unsere Mitarbeiter unterstützen dort unsere Kunden mit technischer Beratung, Schulungen und beim Verkauf an den Installateur. Wir bekräftigen damit unser Engagement in diesem wachsenden Solarmarkt, in dem traditionell integrierte Dachlösungen wie unser Energiedach® nachgefragt werden.
Ein wichtiger Schritt in einen weiteren europäischen Zukunftsmarkt – Großbritannien – ist uns mit der Zertifizierung unserer Produkte gemäß der UK Microgeneration Certification Scheme (MCS) gelungen. Nur Module, die dieses Zertifikat tragen, werden nach dem zum 1. April in Kraft getretenen Gesetz gefördert. Im 2. Quartal konnten wir bereits erste Aufträge in Großbritannien abwickeln.
Der US-Markt zog im 1. Halbjahr 2010 spürbar an. Die SolarWorld konnte ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Mit dem Ziel, weitere Marktanteile zu gewinnen und die Marke SolarWorld noch stärker als bisher zu platzieren, haben wir dort unsere Marketingaktivitäten deutlich erhöht. Nachtragsbericht Ein Schwerpunkt bildete dabei die gezielte Endkundenansprache u.a. über das Internet und Social Media, die als Kommunikations- und Vertriebswege in den USA bereits etablierter sind als in anderen Märkten. Des Weiteren haben wir im 1. Halbjahr unser amerikanisches Fachpartnernetzwerk („Authorized Installer Network“) intensiv beworben und ausgebaut.
Zugleich hat unsere US-Vertriebstochter SolarWorld California ihre personellen Kapazitäten verstärkt und ein Team aus hochqualifizierten Spezialisten gebildet. Eine regionale Organisation und differenziertes Instrumentarium erhöht die Schlagkraft unseres Vertriebs in den USA und auf dem gesamten Kontinent, weil dieser aus einer Vielzahl regionaler Solarmärkte mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielgruppen besteht.
Neue Konzernstruktur zum 30. Juni 2010
Zugleich hat unsere US-Vertriebstochter SolarWorld California Inc. ihre personellen Kapazitäten verstärktund ein Team aus hochqualifizierten Spezialisten gebildet. Eine regionale Organisation und differenziertesInstrumentarium erhöhten die Schlagkraft unseres Vertriebs in den USA und auf dem gesamten Kontinent,weil dieser aus einer Vielzahl regionaler Solarmärkte mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielgruppenbesteht.
Unsere Produktionskapazitäten waren über das gesamte 1. Halbjahr 2010 voll ausgelastet. Gleichzeitig treiben wir an allen Standorten den Ausbau voran. Zukünftiger Geschäftsverlauf
Am 31. Mai 2010 weihte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen unsere neue 250-MW-Waferfertigung im Industriegebiet Ost am deutschen Standort Freiberg ein. Zukünftig produzieren wir dadurch zu deutlich geringeren Stückkosten, u.a. weil alle Fertigungsschritte vollautomatisiert und in einem Gebäude integriert erfolgen. Durch die Kapazitätssteigerung wird die SolarWorld nicht nur ihre internationale Marktstellung als integrierter Anbieter ausbauen, sondern auch die steigende Nachfrage aus der eigenen Modulproduktion bedienen. Für die zweite Ausbaustufe um weitere 250 MW steht die Infrastruktur bereit.
Unser US-amerikanischer Standort in Hillsboro war im 1. Halbjahr ebenfalls von Expansionsaktivitäten geprägt. Den schnellen und reibungslosen Ausbau sichert unsere Corporate Technology: Nach dem Vorbild der deutschen Solar Factory II haben wir im 2. Quartal weite Teile einer neuen Modullinie in Hillsboro aufgebaut. Bereits Anfang September sollen dort die ersten Module vom Band laufen und der Ramp up starten. Geplant ist eine Jahresendkapazität von 350 MW. Parallel haben wir die Kapazität unsere Zellproduktion im 1. Halbjahr um rund 35 Prozent erhöht. Auch der Waferausbau ist vorangekommen, das Equipment für die planmäßige Steigerung auf 250 MW ist inzwischen eingerichtet.
Erfolgreich abgeschlossen haben wir im Berichtszeitraum die Zertifizierung unserer Standorte in Südkorea und den USA. Damit sind alle unsere Standorte nach ISO 9001 und 14001 zertifiziert.
Unsere Produktstrategie – qualitativ hochwertige Solarstromlösungen, die wir flexibel auf Kundenwünsche und Marktanforderungen abstimmen – haben wir auch im 1. Halbjahr 2010 konsequent umgesetzt und uns damit erfolgreich von Wettbewerbern differenziert.
So konnten wir auf der Intersolar Europe in München eine neue energieintelligente Komplettlösung für die Haushaltsversorgung mit Solarstrom vorstellen: Zukünftig ermöglichen unsere Sunkit®-Bausätze in Verbindung mit moderner Kontroll- und Steuerungstechnik sowie dem Batteriesystem SunPac® unseren Kunden eine deutliche Erhöhung des Eigenstromanteils. Sowohl neue als auch bestehende SolarWorld Solarstromanlagen können um dieses System erweitert werden. Damit geben wir eine Antwort auf die sich verändernde Marktsituation in Deutschland in Folge der EEG-Novelle. Erwartete Entwicklung des Solarstrommarkts Im 1. Halbjahr präsentierten wir außerdem unseren SunCarport®. Dieser kann als solare „Tankstelle“ für Elektro- und Hybridfahrzeuge dienen und in die dezentrale und nachhaltige Energieversorgung eines Haushalts integriert werden. Konzernbericht 2009/Wir steigen der Welt aufs Dach Daneben haben wir mit neuen Produkten wie dem flexibel einsetzbaren Indachsystem Sundeck® sowie Weiterentwicklungen unserer bereits etablierten Gestellsysteme der Marke SolarWorld unseren Anspruch als führender Anbieter hochwertiger, kompletter Lösungen unterstrichen.
Bestätigt wurde die Qualität unserer Produkte auch von externen Experten: So erreichten unsere Module nicht nur zum zweiten Mal in Folge den ersten Rang im Vergleichstest des Fachmagazins Photon, sie wurden auch von ÖkoTest mit „sehr gut“ bewertet. Daneben hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. die Ammoniakbeständigkeit unserer Module nachgewiesen. In dem Test wurde belegt, dass SolarWorld Module einer Nutzung unter der Einwirklung von Ammoniak, der in landwirtschaftlichen Betrieben in größerer Konzentration in der Luft vorkommt, einer Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren standhalten.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Qualität unserer Produkte weiter zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Dabei decken wir mit unserer Forschung und Entwicklung die komplette Wertschöpfungskette vom Silizium bis hin zum fertigen Modul ab – ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Herstellern. Zu unseren derzeitigen Forschungsschwerpunkten sowie einzelnen Projekten verweisen wir an dieser Stelle auf den Konzernbericht 2009/Innovationsbericht 2009
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